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Mord im Murgtal. Ein öffentlich inszeniertes Schauermärchen über den Tod der Gräfin Laura von Arnim

Freitag, 23.Februar

Vortrag von Wolfram Klumpp

23.02.2018 19.30 Uhr
Atelier der Illenau-Werkstätten

Die beiden mysteriösen Todesfälle des Jahres 1886 waren längst ins Reich des Vergessens
versunken: Zwei Frauen, zuvor jeweils rätselhaft und jeweils an einem Samstagnachmittag
verschwunden, wurden Mitte Oktober am Flussufer der Murg im Nordschwarzwald tot
aufgefunden - an jeweils nahezu gleicher Stelle.
Eine der beiden Toten, eine veritable Gräfin, hatte zuletzt auf dem Schloss des Fürsten
Pückler in Muskau/Oberlausitz gelebt und war zu Lebzeiten jung, schön und ungeheuer reich
gewesen. Die andere - eine 67-jährige Schneiderswitwe - stammte aus dem nahen
Langenbrand im Murgtal.
In beiden Fällen sprach man von "Geistesstörungen". Eine der Damen war angeblich gar schon
wegen eines Nervenleidens in der Illenau zu Achern behandelt worden. Ob es sich um zwei
tragische Unfälle oder Suizide handelte, wurde nie geklärt. Der Fall verschwand trotz
merkwürdigster Begleitumstände binnen zweier Tage in den Akten und verblieb dort
unbeachtet volle 125 Jahre lang.
Durch eine Verkettung von Zufällen kam er im Jahre 2012 wieder ans Licht. Er fiel einem Mann
vor die Füße, der hauptberuflich mit der Analyse von Softwarefehlern in komplexen
Anwendungssystemen zu tun hat - und sich nebenher als Heimathistoriker betätigt.
Das Ergebnis seiner Systemanalyse der etwas anderen Art: Ein nie verfolgter, nie geklärter
Doppelmord mit hochbrisantem politischem Hintergrund lag vor und ein filmreifes
Tatgeschehen von atemberaubender Aktualität.

Details

Datum:
Freitag, 23.Februar

Veranstalter

Forum Illenau und Historischer Verein Achern

Veranstaltungsort

Werkstätten Illenau
Illenauer Allee 54
Achern, 77855
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